CASE STUDY

Data-Analytics-Projekt für ein Unternehmen der keramischen Industrie

Überblick

Ein Hersteller keramischer Erzeugnisse initiierte ein umfassendes Transformationsprojekt, um Qualität, Auslastung und Profitabilität nachhaltig zu steigern. Amplenics Partners unterstützte das Unternehmen sowohl bei der Analyse der vorhandenen Daten als auch bei der Entwicklung praxistauglicher Lösungen – einschließlich Datenbereinigung, Automatisierung von Auswertungen, Optimierung der Produktionsplanung und einer detaillierten Profitabilitätsanalyse. Das Projekt legte damit die Grundlage für eine deutlich effizientere Steuerung der operativen Prozesse sowie für eine gezielte Verbesserung der Margen.

Ausgangslage

Im Fokus des Projekts standen die Erhöhung der Produktqualität, eine effizientere Auslastung der Mitarbeiter sowie eine vorausschauende Produktionsplanung, die optimale Losgrößen definiert und die Lieferfähigkeit häufig nachgefragter Artikel sicherstellt. Parallel sollte die Profitabilität von Produktgruppen und Einzelartikeln überprüft werden, um Handlungsspielräume für eine fundierte Preisgestaltung zu identifizieren. Da das Unternehmen nur über begrenzte Kapazitäten im Finanzbereich verfügte, wurde Amplenics Partners als externer Spezialist für Datenanalyse und operative Steuerung hinzugezogen.

Vorgehen

1. Bestandsaufnahme und Identifikation zentraler Herausforderungen

Die Analyse zeigte, dass ein Großteil der benötigten Daten zwar im ERP-System vorhanden war, jedoch mehrere Hindernisse die Auswertungen erschwerten:

  • Die benötigten Datenbankfelder ließen sich nicht ohne weiteres extrahieren, da die eingesetzte Software keine benutzerdefinierten Reports unterstützte.

  • Die Datenqualität war uneinheitlich, da bei manueller Eingabe keine systemseitigen Validitätsprüfungen erfolgten.

  • Die Abbildung der Produktionsprozesse im ERP-System war unvollständig, was bestimmte Auswertungen erschwerte.

  • Die Dokumentation des Systems war lediglich rudimentär vorhanden.

2. Technische Lösungen zur Datenextraktion und Verbesserung der Datenqualität

Um dennoch eine belastbare Datenbasis zu schaffen, setzte Amplenics Partners an mehreren Punkten an:

  • Für nicht über Standard-Reports verfügbare Informationen wurden maßgeschneiderte SQL-Abfragen entwickelt – teilweise auf Basis eigener Reverse-Engineering-Analysen der Datenstruktur.

  • Zur Verbesserung der Datenqualität wurde ein zweistufiges Konzept implementiert:

    • PowerQuery-/SQL-Tool zur automatisierten Prüfung erfasster Daten, das Inkonsistenzen identifiziert und eine gezielte Nachkorrektur ermöglicht.

    • Optimierte papierbasierte Formulare entlang des Produktionsprozesses, die Plausibilitätschecks bereits während der manuellen Erfassung sicherstellen.

Diese Maßnahmen führten zu einer deutlich verbesserten Datenqualität. Im Rahmen eines späteren ERP-Upgrades soll die Validierung vollständig systemseitig erfolgen.

3. Analyse der Produktionskennzahlen

Nach Bereinigung der Daten konnten umfassende Auswertungen erstellt werden. Analysiert wurden unter anderem:

  • Qualitätsstufen und Ausschussquoten

  • Fehlerbilder je Produkt und Abteilung

  • Auslastungsgrade verschiedener Betriebsteile

Die Ergebnisse wurden der Geschäftsführung in strukturierter Form präsentiert und bildeten die Grundlage für gezielte Prozessverbesserungen. Die Auswertungen wurden so gestaltet, dass zukünftige Aktualisierungen mittels vordefinierter Reports und SQL-Abfragen besonders effizient durchgeführt werden können.

4. Optimierung der Produktionsplanung

In der nächsten Projektphase wurde die Produktionsplanung auf Basis historischer Absatzzahlen der letzten fünf Jahre sowie der ermittelten Produktions-KPIs optimiert. Für die 100 meistverkauften Artikel wurden:

  • optimale Losgrößen sowie

  • Meldebestände zur automatisierten Auftragserzeugung

festgelegt. Diese Maßnahmen reduzieren Out-of-Stock-Situationen, verbessern die Lieferfähigkeit und wirken sich positiv auf Kundenzufriedenheit und Umsatz aus.

Da der Abgleich zwischen aktuellem Lagerbestand und Meldebestand im ERP-System nicht direkt möglich war, entwickelte Amplenics Partners zusätzlich ein SQL-basiertes Tool zur automatisierten Überwachung dieser Parameter.

5. Profitabilitätsanalyse

In der finalen Projektphase führte Amplenics Partners eine detaillierte Analyse der Profitabilität einzelner Produkte und Produktgruppen durch. Dazu wurden unter anderem:

  • durchschnittliche Rüst- und Stückzeiten je Artikel,

  • variable und fixe Kostenbestandteile sowie

  • Deckungsbeiträge auf verschiedenen Ebenen

ermittelt. Die Ergebnisse fließen in die nächste Preisanpassungsrunde ein und unterstützen insbesondere bei Sonderaufträgen eine gezielte Margenoptimierung.

Ergebnis und Impact

Die Zusammenarbeit zeigte, dass Amplenics Partners Unternehmen auch dann wirkungsvoll unterstützen kann, wenn die Datenbasis unvollständig oder heterogen ist. Durch smarte Workarounds, gezielte Datenbereinigung und maßgeschneiderte Tools konnten Transparenz und die Effizienz in der Produktion erheblich verbessert werden.

Das Unternehmen aus der keramischen Industrie profitierte von:

  • detaillierten Erkenntnissen zu Qualität, Auslastung und Produktivität,

  • optimierten Prozessen in der Produktionsplanung,

  • erhöhter Verfügbarkeit wichtiger Produkte,

  • verbesserter operativer Effizienz,

  • fundierten Entscheidungsgrundlagen für die Preis- und Margensteuerung.

Damit wurde eine belastbare Grundlage für die Margenoptimierung und nachhaltiges Wachstum geschaffen.



Ob Performance-Optimierung, moderne Unternehmenssteuerung oder datenbasierte Entscheidungsprozesse: Wir beraten Sie gerne. Lassen Sie uns gemeinsam die nächsten Schritte besprechen. Kontaktieren Sie uns noch heute unter info@amplenics.com oder telefonisch unter +49 89 2000 4692.